Baumstumpf entfernen Kosten

Einen Baumstumpf entfernen zu lassen kostet 100–370 € inklusive Anfahrt und Entsorgung. Gefräst wird nach Stammdurchmesser – 2,00 bis 3,50 € pro Zentimeter. Ausgraben mit dem Bagger kostet 200–800 €, entfernt dafür auch die starken Wurzeln. Der größte Hebel beim Preis ist die Anfahrt: Jeder weitere Stumpf am selben Termin kostet nur noch 50–150 €.

Was kostet es, einen Baumstumpf entfernen zu lassen?

Baumstumpf entfernen – Kosten nach Verfahren

Leistung Kosten
Stubbenfräsen (pro cm Stammdurchmesser) 2,00–3,50 €/cm
Stubbenfräsen, kleiner Stumpf bis 30 cm 100–190 €
Stubbenfräsen, großer Stumpf ab 60 cm 200–370 €
Ausgraben mit Minibagger (inkl. Wurzelwerk) 200–800 €
Jeder weitere Stumpf am selben Termin 50–150 €
Stubbenfräse mieten (Tagesmiete, Selbstausführung) 100–200 €/Tag

Preise inkl. Anfahrt und Entsorgung des Fräsguts, sofern nicht anders vereinbart. Die Anfahrt macht bei einem einzelnen Stumpf rund ein Drittel des Preises aus – deshalb der große Unterschied zum zweiten Stumpf. Alle Angaben inkl. MwSt.

Orientierungswerte für typische Privatkundenprojekte – kein Ersatz für ein individuelles Angebot.

Nach der Fällung steht der Stumpf noch da – im Fällpreis ist er praktisch nie enthalten. Für die Entfernung gibt es zwei Verfahren mit deutlich unterschiedlicher Preislogik: Fräsen wird nach Stammdurchmesser abgerechnet, Ausgraben nach Aufwand und Maschinenstunde.

Wenn ohnehin gefällt wird: Stumpf gleich mitbeauftragen. Die zweite Anfahrt kostet mehr als die eigentliche Fräsarbeit an einem mittleren Stumpf.

Kosten nach Stammdurchmesser

Stammdurchmesser Fräsleistung Gesamt inkl. Anfahrt und Entsorgung
bis 20 cm 40–70 € 100–150 €
30 cm 60–105 € 120–190 €
40 cm 80–140 € 150–250 €
60 cm 120–210 € 200–320 €
80 cm und mehr 160–280 € 250–370 €

Gemessen wird der Durchmesser an der breitesten Stelle des Stumpfs, nicht am Stamm in Brusthöhe – bei Bäumen mit ausgeprägtem Wurzelanlauf ist das ein spürbarer Unterschied.

Fräsen oder ausgraben?

Stubbenfräsen ist das Standardverfahren. Ein rotierendes Schneidrad zerspant den Stumpf bis etwa 20 bis 30 Zentimeter unter die Geländeoberkante. Die starken Seitenwurzeln bleiben im Boden und verrotten über Jahre. Das reicht für Rasen, Beete und Pflanzungen vollkommen aus.

Ausgraben mit dem Minibagger kostet 200 bis 800 € und dauert bei einem mittleren Stumpf rund 45 Minuten. Der Vorteil: Das Wurzelwerk kommt mit heraus. Nötig ist das, wenn an der Stelle gepflastert, ein Fundament gesetzt oder tief gepflanzt werden soll. Die Kosten steigen mit dem Entsorgungsvolumen – Wurzelwerk mit anhaftender Erde ist schwer und sperrig, siehe Boden entsorgen Kosten.

Rechnen viele Betriebe nach Zeit ab, liegt der Stundensatz für Maschine samt Bediener bei 90 bis 110 €. Das deckt sich mit den üblichen Sätzen für kleinere Baggerarbeiten.

Warum die Anfahrt den Preis dominiert

Eine Stubbenfräse ist eine Spezialmaschine. Sie muss auf den Anhänger, zur Baustelle gefahren, abgeladen und über den Garten an den Stumpf gebracht werden. Diese Rüstzeit ist bei einem 20-cm-Stumpf länger als die eigentliche Arbeit.

Deshalb der große Unterschied: Der erste Stumpf kostet 100 bis 370 €, jeder weitere am selben Termin nur noch 50 bis 150 €. Wer drei Stümpfe im Garten hat und sie einzeln beauftragt, zahlt das Doppelte bis Dreifache gegenüber einem gemeinsamen Termin.

Was oft unterschätzt wird

Die Zufahrt. Eine Stubbenfräse ist je nach Modell 80 bis 100 cm breit. Führt der einzige Weg in den Garten durch ein 75 cm breites Gartentor, wird aus dem Fräsauftrag Handarbeit – oder der Zaun muss ausgehängt werden.

Verstecktes im Boden. Findet die Fräse Steine, alte Fundamentreste oder Leitungen, geht das auf die Schneidzähne. Ein beschädigtes Schneidrad ist ein teurer Schaden, deshalb tasten sich Betriebe bei unklarem Untergrund langsam vor – das kostet Zeit. Wo Leitungen liegen könnten, gehört vorher geklärt.

Das Nachsacken. Verfülltes Fräsgut sackt im ersten Jahr um mehrere Zentimeter. Wer direkt nach der Arbeit einsät, hat ein halbes Jahr später eine Mulde im Rasen. Besser: Grube mit Mutterboden auffüllen und leicht überhöht abziehen.

Der Stickstoffentzug. Verrottende Holzspäne binden Stickstoff und entziehen ihn dem Umfeld. Rasen und Pflanzen wachsen auf reinem Fräsgut schlecht an. Fräsgut abfahren lassen oder Mutterboden aufbringen ist die Lösung.

Fazit

Baumstumpf entfernen kostet 100 bis 370 Euro, gefräst nach Stammdurchmesser mit 2,00 bis 3,50 Euro je Zentimeter. Der entscheidende Preishebel ist nicht die Größe des Stumpfs, sondern die Zahl der Stümpfe pro Termin. Wer ohnehin fällen lässt, beauftragt die Stumpfentfernung im selben Zug – das ist die günstigste Variante überhaupt.

Häufige Fragen

Was kostet es, einen Baumstumpf entfernen zu lassen?
Zwischen 100 und 370 Euro pro Stumpf, inklusive Anfahrt und Entsorgung. Gefräst wird meist nach Stammdurchmesser mit 2,00 bis 3,50 Euro je Zentimeter. Ein Stumpf von 40 cm Durchmesser kostet damit rund 80 bis 140 Euro reine Fräsleistung, mit Anfahrt und Entsorgung landet man bei 150 bis 250 Euro.
Fräsen oder ausgraben – was ist günstiger?
Fräsen ist fast immer günstiger und schneller. Die Fräse zerspant den Stumpf bis etwa 20 bis 30 cm unter die Oberfläche, die starken Wurzeln bleiben im Boden und verrotten. Ausgraben mit dem Bagger kostet 200 bis 800 Euro, entfernt dafür das Wurzelwerk mit. Nötig ist das nur, wenn an der Stelle gebaut, gepflastert oder tief gepflanzt werden soll.
Warum ist der zweite Baumstumpf so viel billiger?
Weil Anfahrt, Auf- und Abladen der Maschine und die Rüstzeit nur einmal anfallen. Bei einem einzelnen Stumpf ist das rund ein Drittel des Preises. Wer mehrere Stümpfe hat, sollte sie unbedingt in einem Termin beauftragen – jeder weitere kostet dann nur noch 50 bis 150 Euro.
Kann man einen Baumstumpf selbst entfernen?
Eine Stubbenfräse kostet 100 bis 200 Euro Tagesmiete, dazu kommen Anhänger für den Transport und Schutzausrüstung mit Visier und Gehörschutz. Bei einem einzelnen Stumpf lohnt sich das selten. Ab drei oder vier Stümpfen kann die Selbstausführung günstiger sein – vorausgesetzt, die Zufahrt ist breit genug für die Maschine.
Was passiert mit den Wurzeln im Boden?
Beim Fräsen bleiben sie liegen und verrotten über mehrere Jahre. Für Rasen und Beete ist das unproblematisch, das Fräsgut wird mit Erde vermischt und die Fläche eingesät. Soll an der Stelle gepflastert oder ein Fundament gesetzt werden, reicht Fräsen nicht – dann muss der Wurzelstock heraus.
Wird die Grube wieder verfüllt?
Meist ja, mit dem Fräsgut selbst. Es besteht aus Holzspänen und Erde und sackt in den ersten Monaten deutlich nach. Wer die Fläche gleich einsäen will, sollte Mutterboden aufbringen lassen – reines Fräsgut entzieht dem Boden beim Verrotten Stickstoff und der Rasen wächst dort schlecht an.

Hinweis zu den Preisangaben

Die auf dieser Website genannten Preise sind typische Orientierungswerte für Privatkundenprojekte in Deutschland (Stand: 2026). Sie basieren auf Marktrecherche und typischen Handwerkerangeboten. Sie ersetzen kein individuelles Angebot. Die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem von Größe, Material, Zugang, Bodenverhältnissen, Entsorgung, Unterbau, Anschlüssen und dem konkreten Leistungsumfang ab.