Unkraut entfernen lassen Kosten

Unkraut entfernen zu lassen kostet 1–3 € pro Quadratmeter Beet- oder Fugenfläche, wenn der Betrieb nach Fläche abrechnet. Bei kleinen Flächen zählt stattdessen die Zeit: 45–65 € pro Stunde plus 30–80 € Anfahrt und eine Mindestabnahme von 1–2 Stunden. Ein 50 m² großes Beet ist in rund drei Stunden gejätet und kostet 165–275 €. Was den Preis bestimmt, ist weniger die Fläche als das Verfahren: Jäten, Abflammen, Fugen ausräumen und Wurzelunkraut bekämpfen folgen vier verschiedenen Rechnungen.

Was kostet es, Unkraut entfernen zu lassen?

Unkraut entfernen lassen – Kosten nach Verfahren

Leistung Kosten
Beet jäten, mechanisch (Flächenpreis ab ca. 30 m²) 1–3 €/m²
Pflasterfugen ausräumen, mechanisch 1,50–3 €/m²
Thermisch: Abflammen, Heißwasser, Heißschaum (je Durchgang) 2–4 €/m²
Fugen nach dem Ausräumen nachfüllen 4–8 €/m²
Gärtner-Geselle inkl. Handgeräte (kleine Flächen, nach Zeit) 45–65 €/h
Anfahrtspauschale (einmal je Einsatz) 30–80 €

Richtwerte 2026, inkl. MwSt. Flächenpreise gelten für leichte bis mittlere Verunkrautung ab etwa 30 m²; darunter rechnen Betriebe nach Zeit mit einer Mindestabnahme von 1–2 Stunden. Die Grünschnitt-Entsorgung kommt bei größeren Mengen mit 30–100 € pauschal hinzu.

Orientierungswerte für typische Privatkundenprojekte – kein Ersatz für ein individuelles Angebot.

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Der Flächenpreis von 1–3 € pro m² ist eine Umrechnung aus dem Stundensatz: Ein Gärtner schafft bei leichter bis mittlerer Verunkrautung 20–40 m² Beet pro Stunde, bei 45–65 € pro Stunde ergibt das die Spanne. Betriebe nennen den m²-Preis für zusammenhängende Beetflächen ab etwa 30 m² und für Pflasterflächen. Darunter wird nach Zeit abgerechnet, und dann bestimmt nicht die Fläche den Preis, sondern Anfahrt und Mindestabnahme – ein Einstundeneinsatz kostet effektiv 75–145 €, egal ob 10 oder 25 m² gejätet wurden. Die Logik dahinter steht unter Gärtner Stundenlohn.

Die Spanne innerhalb des Verfahrens ist klein. Groß ist der Unterschied zwischen den Verfahren: Jäten ist reine Arbeitszeit, Abflammen ist ein wiederkehrender Posten, Fugen ausräumen zieht das Neuverfugen nach sich, und bei Wurzelunkraut gibt es keinen Einzeltermin, der das Problem löst. Diese vier Fälle sind die Gliederung dieser Seite.

Unkraut im Rasen ist kein Fall fürs Jäten. Eine verunkrautete oder vermooste Rasenfläche wird vertikutiert, nachgesät und gesandet – als Regeneration ohne Bodenabtrag für 5–12 €/m². Die Kostenlogik steht unter Rasen anlegen Kosten im Abschnitt zur Erneuerung, die reine Vertikutierleistung unter Rasen vertikutieren lassen Kosten.

Mechanisch: Jäten, Hacken, Fugenkratzer

Der Regelfall in der Gartenpflege. Beete werden von Hand gejätet oder gehackt, Fugen mit Fugenkratzer oder rotierender Fugenbürste ausgeräumt, das Material zusammengekehrt und abgefahren. Handgeräte sind im Stundensatz enthalten; für eine motorische Fugenbürste oder eine Motorhacke kommt der übliche Motorgeräte-Zuschlag von 5–15 € pro Stunde dazu.

Die Leistung pro Stunde hängt vom Zustand ab, nicht von der Pflanzenart. Ein Beet, das seit dem Frühjahr regelmäßig gepflegt wurde, ist mit 30–40 m² pro Stunde erledigt. Ein Beet, das zwei Jahre niemand angefasst hat, mit verholzten Melden, Brennnesseln und eingewachsenem Gras, liegt bei 8–15 m² pro Stunde – dann ist der m²-Preis nicht mehr 1–3 €, sondern 4–8 €. Betriebe kalkulieren solche Flächen nach Zeit oder besichtigen vorher. Ein Angebot mit Flächenpreis ohne Besichtigung ist bei stark verwilderten Beeten ein Warnsignal, weil der Nachtrag nach Zeit dann fast sicher kommt.

Das gejätete Material ist bei normaler Pflege eine Schubkarre pro 50 m² und geht in Biotonne oder Kompost, ohne Entsorgungsposten. Bei verwilderten Flächen mit Wurzelballen und Erde hängen mehrere Kubikmeter an, und die Entsorgung wird mit 30–100 € pauschal oder je Container berechnet.

Thermisch: Abflammen, Heißwasser, Heißschaum

Thermische Verfahren kosten 2–4 € pro m² und Durchgang. Der Gasbrenner ist das einfachste Gerät, Heißwasser- und Heißschaumgeräte kommen aus der Kommunaltechnik und werden vor allem von Betrieben eingesetzt, die große Pflasterflächen, Wege und Parkplätze pflegen. Der Preis liegt über dem mechanischen Verfahren, weil das Gerät teuer ist und Gas oder Wasser aufgeheizt werden müssen; die Arbeitszeit je Quadratmeter ist dafür kurz.

Was dazugehört: Die Wirkung ist oberflächlich. Hitze zerstört die Blätter und bei Keimlingen die ganze Pflanze, nicht aber die Wurzel etablierter Unkräuter. Löwenzahn, Gras und Wegerich in der Fuge treiben nach zwei bis drei Wochen wieder aus. Ein Durchgang ist deshalb keine Lösung, sondern der erste von 3–4 Durchgängen pro Saison – über das Jahr gerechnet 8–16 € pro m². Erst im zweiten und dritten Jahr wird der Bestand dünner, weil die Wurzelreserven aufgebraucht sind.

Die thermische Methode ist dort sinnvoll, wo mechanisches Ausräumen die Fugen leert und ein Neuverfugen nach sich zieht: auf Pflaster mit intakten, gefüllten Fugen und auf Kies- und Splittflächen. Auf Beeten spielt sie keine Rolle. Beim Abflammen mit dem Gasbrenner gilt Abstand zu Hecken, Rindenmulch, Holzzäunen und trockenem Gras – die Betriebshaftpflicht deckt einen Brand, den ein Betrieb legt, aber der Aufwand für die Absicherung ist im Preis enthalten.

Fugenunkraut auf Pflaster: Ausräumen ist erst die Hälfte

Das Ausräumen bewachsener Fugen mit Fugenkratzer oder Fugenbürste kostet 1,50–3 € pro m². Der Preis wirkt günstig, ist aber nur der erste Posten. Nach dem Ausräumen sind die Fugen auf 2–3 cm Tiefe leer, und leere Fugen sind kein Zustand, in dem man eine Pflasterfläche lassen kann: Das Fugenmaterial überträgt die Last zwischen den Steinen, ohne Füllung kippen die Steine unter Belastung und wandern.

Die Fugen werden deshalb im selben Einsatz neu gefüllt. Fugensand einkehren, einschlämmen und abrütteln kostet 4–8 € pro m²; ein komplettes Neuverfugen mit polymerem Fugensand oder Pflasterfugenmörtel liegt bei 8–20 € pro m². Die Preise und der Materialvergleich stehen unter Pflastern Kosten pro m². Für eine Einfahrt mit Fugenunkraut sind also 6–11 € pro m² die realistische Gesamtsumme, mit polymerem Sand 10–23 €.

Der Materialaufpreis für polymeren Fugensand ist die einzige Vorbeugung, die dauerhaft wirkt. Der Sand verkittet nach dem Wässern zu einer festen, aber wasserdurchlässigen Fuge, in der Samen kaum Halt finden. Einfacher Fugensand ist nach ein bis zwei Jahren wieder ausgeschwemmt und mit Feinmaterial zugesetzt – dem Substrat, in dem Unkraut am zuverlässigsten keimt. Wer die Fugen einmal ausräumen lässt, sollte deshalb nicht am Füllmaterial sparen; sonst steht derselbe Einsatz in zwei Jahren wieder an.

Der Hochdruckreiniger ist keine günstigere Alternative. Er räumt die Fugen genauso aus wie der Fugenkratzer, nur ungleichmäßiger, und hinterlässt dasselbe Problem. Wer eine Pflasterfläche reinigen lässt, sollte das Neuverfugen mit anfragen.

Wurzelunkraut im Beet: Giersch, Quecke, Ackerwinde, Schachtelhalm

Diese vier Arten – dazu Brombeere und Japanischer Staudenknöterich – lassen sich nicht in einem Termin entfernen. Sie bilden Rhizome oder tief reichende Wurzeln, aus deren Bruchstücken sie neu austreiben. Giersch und Quecke wurzeln in 10–30 cm Tiefe, Ackerwinde und Schachtelhalm bis über einen Meter. Wer hier ein Beet jätet, entfernt den sichtbaren Teil und lässt genug im Boden, um das Beet in vier Wochen wieder zu füllen.

Realistisch sind 2–3 Durchgänge über eine Saison zum normalen Stundensatz, wobei der erste Durchgang der längste ist: Der Boden wird mit der Grabegabel gelockert, nicht gefräst, und die Wurzeln werden von Hand ausgelesen. Für 20 m² Gierschbeet sind das 3–5 Stunden im ersten Durchgang und 1–2 Stunden in jedem weiteren. Fräsen ist bei diesen Arten kontraproduktiv: Es zerteilt die Rhizome in hunderte Stücke und verteilt sie über das Beet. Dieselbe Warnung steht unter Boden vorbereiten Rasen Kosten, wo der Abtrag der Altfläche beschrieben ist.

Die radikale Variante ist der Bodenabtrag auf 30–40 cm Tiefe mit Entsorgung, 5–15 € pro m² plus Abfuhr, und anschließend neue Erde. Bei Ackerwinde und Schachtelhalm reicht auch das nicht, weil die Wurzeln tiefer liegen; dort hilft nur konsequentes Aushungern über zwei bis drei Jahre. Die zweite Variante ist der Neuaufbau des Beets mit Wurzelsperre am Rand und einer 7–10 cm dicken Mulchschicht, was den Nachschub vom Nachbarbeet oder vom Rasen her unterbindet – die Kosten stehen unter Beet anlegen Kosten. Ein Betrieb, der für Giersch einen Festpreis und eine Garantie anbietet, kennt die Pflanze nicht.

Wovon hängen die Kosten ab?

Fläche und Abrechnungsart. Bis etwa 30 m² zählt die Zeit, darüber die Fläche. Bei kleinen Flächen macht die Anfahrt bis zur Hälfte der Rechnung aus; dagegen hilft nur, mehrere Arbeiten auf einen Termin zu legen – Beete, Fugen, Rasenkanten und Rasen mähen in einem Einsatz.

Zustand der Fläche. Regelmäßig gepflegt oder zwei Jahre nicht angefasst – das ist der Faktor drei bis vier in der Arbeitszeit, mehr als jeder andere Posten. Deshalb ist die laufende Pflege je Quadratmeter günstiger als die seltene Großaktion.

Pflanzenart. Samenunkräuter wie Vogelmiere, Melde, Franzosenkraut und Löwenzahn sind ein Arbeitsgang. Wurzelunkräuter sind eine Saison.

Verfahren. Mechanisch ist am günstigsten, wenn die Fläche danach in Ordnung ist. Auf Pflaster zieht es das Neuverfugen nach sich, dann ist thermisch über zwei Jahre gerechnet gleich teuer oder günstiger.

Entsorgung. Bei normaler Pflege entfällt der Posten, bei verwilderten Flächen kommen 30–100 € pauschal dazu. Erde an den Wurzeln macht das Material schwer; Knöterich darf nicht kompostiert werden und braucht eine eigene Entsorgung.

Saison. April bis Juni ist Hochsaison mit 2–4 Wochen Vorlauf und teils 10–20 % Aufschlag. Wer im Herbst ein verwildertes Beet aufräumen lässt, bekommt schneller einen Termin – und das Beet startet im Frühjahr ohne Samenvorrat.

Beispielrechnung: 50 m² Beet jäten lassen

Zwei Staudenbeete mit zusammen 50 m², seit dem Frühjahr nicht gepflegt, mittlere Verunkrautung mit Samenunkräutern und etwas eingewachsenem Gras, kein Giersch. Ein Gärtner, Handgeräte, das Material geht in die Biotonne des Auftraggebers.

Posten Menge Einzelpreis Gesamt
Arbeitszeit Geselle (jäten, hacken, Kanten abstechen, abräumen) 3 h 45–65 €/h 135–195 €
Anfahrtspauschale einmalig 30–80 € 30–80 €
Entsorgung Biotonne vor Ort 0 €
Gesamt inkl. MwSt. 165–275 €

Das entspricht 3,30–5,50 € pro m² – über dem Flächenpreis von 1–3 €, weil die Anfahrt auf nur drei Stunden verteilt wird. Bei 150 m² Beetfläche und einem vollen Tag läge derselbe Betrieb bei 2–3 € pro m². Wer den Motorgeräte-Zuschlag für eine Motorhacke oder eine Entsorgungspauschale hinzunimmt, landet bei 200–350 €. Wären die Beete zwei Jahre nicht gepflegt worden, wären es 6–8 Stunden und 300–600 €.

Die Steuer nimmt einen Teil zurück: Unkrautjäten ist eine haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a Absatz 2 EStG mit 20 Prozent der Arbeitskosten, die Bedingungen stehen unter Hecke schneiden Kosten.

Herbizide auf Einfahrt, Wegen und Terrasse: § 12 PflSchG

§ 12 Absatz 2 Pflanzenschutzgesetz verbietet Pflanzenschutzmittel auf befestigten Freilandflächen, die nicht gärtnerisch genutzt werden – Einfahrten, Wege, Terrassen, Garagenzufahrten, Stellplätze. Der Grund ist der Abfluss: Auf versiegelten Flächen wird das Mittel nicht im Boden abgebaut, sondern läuft mit dem nächsten Regen in Rinne, Kanal und Gewässer. Das Verbot gilt für zugelassene Herbizide ebenso wie für Hausmittel; Essig und Salz gelten auf diesen Flächen nach Auffassung der Pflanzenschutzbehörden als unzulässig, und Bußgelder sind möglich. Das ist der Grund, warum Fachbetriebe auf Pflaster ausschließlich mechanisch oder thermisch arbeiten und ein Angebot mit „Unkrautvernichter auf der Einfahrt“ nicht seriös ist. Im Beet und auf dem Rasen sind zugelassene Mittel erlaubt; Pflegebetriebe setzen sie dort selten ein, weil die Handarbeit bei Beetgrößen im Privatgarten nicht teurer ist.

Unkraut im Pflegevertrag

Unkrautjäten ist der klassische Posten im Pflegevertrag: ein Termin monatlich von April bis Oktober, sieben Einsätze im Jahr, meist kombiniert mit Rasen mähen, Rasenkanten und Formschnitt. Je Stunde ist der Vertrag 10–15 % günstiger als dieselbe Arbeit als Einzelaufträge, weil Anfahrt und Absprache sich auf die Tour verteilen; die Rechnung dazu steht auf der Seite Gärtner Stundenlohn.

Beim Unkraut kommt ein zweiter Effekt hinzu, der größer ist als der Rabatt. Wer monatlich jätet, entfernt Keimlinge, bevor sie Samen bilden – für 50 m² Beet eine halbe bis eine Stunde je Termin, im Jahr 5–7 Stunden. Wer zweimal im Jahr kommen lässt, zahlt für jeden der beiden Termine 3–4 Stunden, im Jahr also ähnlich viel, hat das Beet aber zehn Monate im Jahr voller Unkraut und jedes Jahr denselben Samenvorrat im Boden. Der Vertrag ist bei Beetflächen ab etwa 30 m² deshalb fast immer die günstigere Variante; bei einem kleinen Vorgarten mit 10 m² Beet reichen zwei bis drei Einzeleinsätze, die mit anderen Arbeiten gebündelt werden.

Fazit

Unkraut entfernen zu lassen kostet 1–3 € pro Quadratmeter Beet oder Fuge, bei kleinen Flächen 165–275 € je Einsatz für rund drei Stunden inklusive Anfahrt. Die Fläche ist dabei der kleinere Faktor. Entscheidend sind der Zustand – gepflegt oder verwildert ist der Faktor drei in der Arbeitszeit – und das Verfahren: Jäten ist ein Termin, Abflammen sind drei bis vier Durchgänge im Jahr, Fugen ausräumen zieht das Neuverfugen für 4–20 € pro m² nach sich, und Wurzelunkraut ist eine Saison mit mehreren Durchgängen oder ein Bodenabtrag.

Auf Einfahrt und Wegen gibt es keine chemische Abkürzung, weder für den Betrieb noch für den Auftraggeber. Wer Pflasterfugen ausräumen lässt, sollte das Füllmaterial nicht sparen; polymerer Fugensand ist die einzige Vorbeugung, die über Jahre hält. Wer Beete hat, fährt mit einem monatlichen Pflegetermin günstiger als mit zwei Großaktionen im Jahr – nicht wegen des Vertragsrabatts, sondern weil ein Beet ohne Samenvorrat jedes Jahr weniger Arbeit macht.

Häufige Fragen

Was kostet es, Unkraut entfernen zu lassen?
Nach Fläche abgerechnet 1 bis 3 Euro pro Quadratmeter für Beete und 1,50 bis 3 Euro für Pflasterfugen. Bei Flächen unter etwa 30 m² rechnen Betriebe nach Zeit: 45 bis 65 Euro pro Stunde plus 30 bis 80 Euro Anfahrt, mindestens 1 bis 2 Stunden. Ein 50 m² großes Beet braucht rund drei Stunden und kostet 165 bis 275 Euro. Wer mehrere Beete, Fugen und Rasenkanten auf einen Termin legt, zahlt die Anfahrt nur einmal.
Was kostet es, Unkraut aus Pflasterfugen entfernen zu lassen?
Das Ausräumen mit Fugenkratzer oder Fugenbürste kostet 1,50 bis 3 Euro pro Quadratmeter. Danach sind die Fugen leer und müssen wieder gefüllt werden – 4 bis 8 Euro pro Quadratmeter mit Fugensand, 8 bis 20 Euro bei kompletter Neuverfugung mit polymerem Sand oder Fugenmörtel. Realistisch sind für eine Einfahrt deshalb 6 bis 11 Euro pro Quadratmeter, nicht 2. Polymerer Fugensand verkittet nach dem Wässern und hält die Fugen mehrere Jahre weitgehend frei.
Darf ein Gärtner Unkrautvernichter auf der Einfahrt einsetzen?
Nein. § 12 Absatz 2 Pflanzenschutzgesetz verbietet Pflanzenschutzmittel auf befestigten Freilandflächen wie Einfahrten, Wegen, Terrassen und Garagenzufahrten, weil das Mittel dort nicht im Boden abgebaut wird, sondern in die Kanalisation läuft. Auch Essig und Salz gelten dort als unzulässig, Bußgelder sind möglich. Fachbetriebe arbeiten auf Pflaster deshalb mechanisch oder thermisch. Im Beet sind zugelassene Mittel erlaubt, werden von Pflegebetrieben aber selten eingesetzt.
Was kostet es, Giersch oder Quecke dauerhaft loszuwerden?
Mit einem Termin ist es nicht getan. Wurzelunkräuter treiben aus jedem Rhizomrest wieder aus, deshalb sind 2 bis 3 Durchgänge über eine Saison nötig, jeder zum normalen Stundensatz von 45 bis 65 Euro. Radikal geht es nur mit Bodenabtrag auf 30 bis 40 cm Tiefe für 5 bis 15 Euro pro Quadratmeter plus Entsorgung, oder mit einer Wurzelsperre am Beetrand und dichter Mulchschicht bei der Neuanlage. Fräsen verschlimmert das Problem, weil es die Wurzeln zerteilt und verteilt.
Lohnt sich ein Pflegevertrag für das Unkrautjäten?
Bei Beetflächen ab etwa 30 m² meist ja. Unkraut ist der klassische Vertragsposten mit monatlichem Turnus von April bis Oktober. Je Stunde ist der Vertrag 10 bis 15 Prozent günstiger als Einzelaufträge, weil die Anfahrt in einer Tour liegt. Der größere Effekt ist die Arbeitszeit selbst: Wer monatlich jätet, entfernt Keimlinge vor der Samenreife und braucht je Durchgang eine halbe bis eine Stunde; wer zweimal im Jahr kommen lässt, zahlt für jeden Termin drei bis vier Stunden.

Hinweis zu den Preisangaben

Die auf dieser Website genannten Preise sind typische Orientierungswerte für Privatkundenprojekte in Deutschland (Stand: 2026). Sie basieren auf Marktrecherche und typischen Handwerkerangeboten. Sie ersetzen kein individuelles Angebot. Die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem von Größe, Material, Zugang, Bodenverhältnissen, Entsorgung, Unterbau, Anschlüssen und dem konkreten Leistungsumfang ab.